Wer seine Lieblingsbilder, Kunstdrucke und persönlichen Fotos zu einer stimmigen Galerie vereinen will, ist hier genau richtig. Dieser Artikel zeigt dir, wie die Petersburger Hängung Schritt für Schritt funktioniert. Welche Bilderrahmen und Prints gut zusammenpassen, was du brauchst, damit das Ergebnis richtig gut wird und welche Fehler du vermeiden solltest.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Geschichte der Petersburger Hängung von der Spätrenaissance bis heute, und warum sie früher Statussymbol war, heute aber vor allem Ausdruck von Persönlichkeit ist.
MEHR ENTDECKENWie du deine Bilder vorab planst, das richtige Arrangement findest und worauf du bei Fläche, Größe und Farbe achten solltest, bevor der erste Nagel sitzt.
MEHR ENTDECKENEine klare Anleitung vom Ankerbild in der Mitte bis zur fertigen Galerie, inklusive der wichtigsten Tricks für Abstände, Markierungen und das passende Finish.
MEHR ENTDECKENDie häufigsten Stolperfallen bei der Petersburger Hängung und wie du sie mit ein wenig Vorbereitung ganz einfach umgehst.
MEHR ENTDECKENWarum dieser Bilderwand Trend gerade wieder überall auftaucht?
Die Petersburger Hängung bringt Persönlichkeit, Individualität und gemütliche Opulenz in moderne Wohnräume. Die Menschen sehnen sich nach Wohnräumen, in denen sie sich wohlfühlen und ihre Zeit in den eigenen vier Wänden (bewusst) verbringen wollen.
Gerade verspüren laut einer Studie von Siemens über 70% der Deutschen, dass sie die Welt als anstrengend, komplex und überfordernd empfinden. Deshalb ist es umso wichtiger, dass man sich Zuhause eine kleine Wohlfühl-Oase baut. In dieser kann man sich entspannen, runterkommen und kann wieder zu neuen Kräften kommen.
Nach den vielen Jahren der Einschränkungen, der Einfachheit und des unpersönlichen Einrichten, wie beim Minimalismus, folgt jetzt der Maximalismus und die opulente Dekoration. Die dichte Hängung füllt Wände und lässt Räume wohnlicher, individueller und weniger kahl erscheinen. Mit dieser Hängung kann man sich kreativ austoben, aber auch viel mehr Persönlichkeit reinbringen. Das lässt deine Wohnung nicht wie aus einem Katalog erscheinen, sondern als großes Gesamtkunstwerk.
Die Räume sollen nicht perfekt wie aus der KI erstrahlen, sondern echter und authentischer wirken. Anstatt nur ein großes Bild zu wählen, erlaubt die Petersburger Hängung, eine ganze Sammlung von persönlichen Fotos, Kunstwerken, Kunstdrucken und Souvenirs zu präsentieren. Dadurch entsteht eine kleine Galerie bei dir zu Hause.
Was hinter der Salonhängung steckt
Die Geschichte der Petersburger Hängung reicht weit zurück bis zur Spätrenaissance. Die Salonhängung sollte den Betrachter von der Menge der Werke beeindrucken. Denn eine große Auswahl an Kunstwerken an einer Wand zeigte Kunstgeschmack und Wohlstand.
Der Name geht auf die Eremitage in Sankt Petersburg, eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, zurück. Dort hängte man Gemälde dicht an dicht, über- und nebeneinander an die Wände. Teilweise reichten sie sogar bis unter die Decke. Deswegen wird diese Art der Hängung auch Salonhängung genannt.
Heute funktioniert der Look in deiner Wohnung viel persönlicher als damals. Es geht nicht darum, mit einer riesigen Kunstsammlung anzugeben und bei anderen Menschen zu protzen bzw. sie damit beeindrucken zu wollen. Heute geht es darum, viele deiner Lieblingsbilder und -motive in verschiedenen Formaten auf Poster und Prints in Rahmen zu arrangieren.
Rundherum kannst du stilvoll alte Postkarten, Leinwandbilder oder Fotografien anbringen, die dann zu einer großen Bildergalerie verschmelzen. Die einzelnen Motive müssen dabei nicht alle perfekt für sich allein stehen, sondern können locker und intuitiv angeordnet sein.
Der Reiz entsteht durch die Menge, den Stilmix und das gesunde Zusammenspiel. Genau deshalb wirkt die Petersburger Hängung lebendig, kreativ und ein bisschen wild.
So baust du harmonisch deine eigene Galerie-Wand auf
Bevor du anfängst, wahllos Nägel in die Wand zu hämmern, bitte einmal kurz durchatmen! Eine gute Wandgestaltung braucht einen Plan, aber du keinen Architektur-Studienabschluss.
Zu allererst legst du alle Bilder zuerst auf dem Boden aus. Du kannst dabei ein wenig mit der Anordnung der Bilder spielen.
Tausche beliebig oft die Motive im Bilderrahmen (mal mit oder ohne Passepartout) und schieb alles solange hin und her, bis das Arrangement sich stimmig anfühlt. Mehrere Bilder oder Fotos in verschiedenen Größen zu kombinieren klingt vielleicht zuerst unstrukturiert, ist aber wirklich gar nicht schwer.
Bevor du mit dem Bilder aufhängen beginnst, lohnt es sich, die Wandfläche genau zu betrachten.
Wie viel Platz hast du? Soll das Arrangement die ganze Wand füllen oder eher einen ruhigen Schwerpunkt setzen? Auch farblich kannst du hier schon denken: Harmonieren die Töne der Motive miteinander oder setzen sie bewusste Kontraste?
Petersburger Hängung: So geht's Schritt für Schritt
Die gute Nachricht: So kompliziert wie der Name klingt, ist die Petersburger Hängung nicht.
Starte mit deinem größten oder auffälligsten Bild als Ankerbild in der Mitte. Von dort aus baust du deine Hängung Schritt für Schritt nach außen auf. Kuratoren in Museen arbeiten übrigens genau mit diesem Trick.
Bevor du den ersten Nagel rein hämmerst, markiere alle Positionen mit Malerkrepp an der Wand. So bekommst du ein echtes Gefühl für die Abstände und das Gesamtbild, ohne dich direkt festzulegen.
Sei akribisch, aber lass dich dabei nicht stressen, denn es gibt kein Richtig oder Falsch. Wichtig ist nur, dass die Komposition als Ganzes stimmig wirkt. Und das Schönste daran? Je mehr Bilder an der Wand sind, desto lebendiger wird sie.
Kleinere Fotos, Ölgemälde, Kunstwerke oder Postkarten füllen die Lücken und geben der Galerie ihren lebendigen Charakter. Du kannst aber auch mit tollen Dekoelementen wie dem Floating Frame oder Florarium spielen, um deiner Sankt Petersburger Hängung noch mehr Ausdruck zu verleihen und das Ganze moderner zu gestalten.
Und falls du noch auf der Suche nach den richtigen Wandbildern bist: Bei Dekoora findest du Poster und Prints in verschiedenen Größen, Stilen und Farbwelten, die sich perfekt für eine Petersburger Hängung eignen.
Einmal stöbern, und die Wand plant sich fast von selbst.
Warum sind Bilderwände gerade so beliebt?
Zuhause soll längst nicht mehr nur praktisch sein. Laut einer Wohnstudie legen 79 % der Menschen in Deutschland Wert darauf, dass ihre Wohnung zum eigenen Geschmack passt. Gleichzeitig möchten 27 % ihre Wohnung gerne umgestalten und verschönern. Kein Wunder also, dass Bilderwände und Hängungen gerade so beliebt sind: Sie verändern einen Raum schnell, ohne dass du gleich neue Möbel kaufen oder die halbe Wohnung renovieren musst. Eine Petersburger Hängung ist dafür perfekt, weil sie viele Lieblingsmotive zu einem Gesamtkunstwerk verbindet.
Kleine Helfer, die dir Nerven und Wandlöcher sparen
Halte beim Aufhängen einen gleichmäßigen Abstand von etwa 5 bis 10 cm zwischen den Elementen ein. Ein Abstandshalter, eine Wasserwaage und eine Schnur helfen dir dabei, die Positionen sauber zu markieren, bevor du die unterschiedlichen Bilder und Wandstücke aufhängst.
Aber du solltest nicht immer den gleichen Zwischenraum wählen und auch hier eine schöne Variation reinbringen. Denn sonst wirkt das Gesamtbild auch zu einheitlich perfekt und deine Petersburger Hängung soll ja chaotisch wild, aber nicht unübersichtlich sein.
Diese Tools helfen dir dabei deine Gallery Wall anzubringen:
- Malerkrepp: zum Kennzeichnen der Positionen, rückstandslos und wandschonend
- Wasserwaage: damit alles gerade ausgerichtet ist
- Schnur oder Faden: hilft dir, eine gedachte Mittellinie zu ziehen
- Abstandshalter: für gleichmäßige Abstände zwischen den Bildern
- Papierschablonen: schneide Papier in den Rahmengrößen aus und klebe sie probeweise an die Wand
Typische Fehler, die du vermeiden kannst
Auch bei der Petersburger Hängung gibt es ein paar Stolperfallen, die du mit etwas Vorbereitung ganz leicht umgehst:
Zu kleine Bilder für zu viel Fläche: Einzelne Kleinformate wirken auf großen Wandflächen verloren. Lieber clustern oder mit einem Großformat als Ankerbild starten.
Zu viel Abstand zwischen den Bildern: Mehr als 10 cm sollten die Bilder nicht auseinander sein.
Kein roter Faden: Ob Farbe, Rahmen oder Stil, irgendetwas sollte die Wandbilder miteinander verbinden, sonst wirkt es schnell unruhig statt lebendig.
Alles auf einmal festnageln: Wer ohne Probeaufhängung direkt loslegt, riskiert mehr Löcher als nötig.
Die Wandsubstanz unterschätzen: Nicht jede Wand ist gleich. Gerade im Altbau gilt: Große und schwere Elemente gehören mit dem richtigen Dübel gesichert. Ein Metallnagel allein reicht hier oft nicht aus.
Welche Rahmen und Motive gut zusammenpassen
Bei den Bilderrahmen sind keine Grenzen gesetzt. Ganz nach dem Motto: "Mehr ist mehr". Ob bunte Vintage-Funde vom Flohmarkt, goldene Klassiker von Omas Dachboden, schlichte oder farbige Holzrahmen von Dekoora, quadratisch, im DIN-Format oder einfach rund. Für die Petersburger Hängung passt einfach alles perfekt. Es muss sich für dich stimmig anfühlen.
Genauso vielfältig darf es bei der Auswahl der Bilder sein. Persönliche Fotos neben starken Meisterwerke berühmter Künstler:innen, sinnliche Illustrationen neben Bauhaus-Klassikern, Sprüche-Prints neben abstrakten Arbeiten oder einem Papierschnipsel aus deiner Lieblingszeitschrift.
Vielleicht probierst du es auch mal mit Passepartouts im Rahmen aus? Einfarbig, zurückhaltend oder strikt geometrisch sollte die Wandgestaltung auf keinen Fall sein, denn die Petersburger Hängung darf so richtig knallen. Sie ist gemacht für alle, die den Maximalismus lieben und Räume wirklich wie ein Salon zu Zeiten des Zar gestalten wollen.
Fazit: Petersburger Hängung sieht wild aus, braucht aber einen Plan
Auf den ersten Blick chaotisch, aber auf den zweiten absolut durchdacht. Genau das ist es, weshalb die Petersburger Hängung Räume lebendig, persönlich und ausdrucksstark wirken lässt, ohne dass die Wandgestaltung steril oder durchgeplant aussieht. Mit dem richtigen Ankerbild, ein bisschen Geduld beim Ausprobieren und den passenden Hilfsmitteln gelingt sie wirklich jedem.
Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat: Es gibt neben der Petersburger Hängung noch weitere, wie die Rasterhängung, Kantenhängung oder das Arbeiten mit Blickachsen. Alles nachzulesen in unserem Artikel "Bilderwand leicht gestalten", der noch tiefer in die Welt der Bilderhängung eintaucht.
FAQ
Bei der Petersburger Hängung werden viele Bilder dicht an dicht, in unterschiedlichen Größen und Formaten an einer Fläche arrangiert. Das Ergebnis ist eine lebendige Galerie, die Persönlichkeit zeigt und Räume sofort lebendiger verwandelt.
Eine Wand mit vielen Bildern wird oft als Bilderwand, Gallery Wall oder Petersburger Hängung bezeichnet. Ein weiterer Begriff dafür ist Salonhängung, der auf die opulente Hängpraxis in historischen Kunstsalons zurückgeht.
Der Name geht auf die Eremitage in Sankt Petersburg zurück, eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Dort wurden Gemälde dicht an dicht, von der Sockelleiste bis unter die Decke gehängt. Dieser Look inspiriert bis heute.
Überall dort, wo eine leere Fläche mehr Persönlichkeit verdient. Besonders beliebt ist sie im Wohnzimmer, im Flur, über dem Bett im Schlafzimmer oder im Homeoffice.
Das Schöne an der Petersburger Hängung ist, dass fast alles passt. Abstrakte Kunstdrucke, Bauhaus-Klassiker, sinnliche Illustrationen oder Sprüche-Prints lassen sich wunderbar miteinander kombinieren. Hauptsache, irgendetwas verbindet die Werke, ob Farbe, Stil oder Stimmung.
Alle Poster und Leinwandbilder bei Dekoora werden in hochwertiger Druckqualität gefertigt, mit farbechten und lichtbeständigen Materialien. Handgefertigt und nachhaltig produziert in Deutschland.
Bei Dekoora wird deine Bestellung zwischen Montag und Freitag innerhalb von 24 Stunden bearbeitet. Alle Poster und Wandbilder werden direkt in unserem Berliner Studio gedruckt und versendet. Innerhalb von Deutschland und Österreich beträgt die Lieferzeit in der Regel ein bis drei Werktage. Bei hohem Versandaufkommen kann es vereinzelt etwas länger dauern.